Pokémon GO - die Welt wird zu einem einzigen Spielplatz

Stephan, 15.07.2016

Wer gedacht hat, dass es nach Snapchat so schnell nichts geben wird, was Kinder, Jugendliche und Erwachsene weltweit begeistert, wird nun eines Besseren belehrt. Das Spiel Pokémon GO durchbricht gerade alle Download-Rekorde und sorgt weltwelt für Schlagzeilen. Und das aus gutem Grund.

Pokémons sind kleine Taschenmonster, die 1996 von Nintendo erstmals auf die Spieler losgelassen wurden. Mit riesigem Erfolg. Mehr als 200 Millionen Exemplare wurden davon verkauft. Weltweit machten sich Spieler mit ihrem Gameboy daran, die kleinen Figuren einzufangen, zu zähmen und deren Fähigkeiten zu entwickeln.

Pokémons sind wieder da

Jetzt kehren die Monster zurück. Und in ganz zeitgemäßer Form, als App für das Smartphone nämlich. Der Spieler begibt sich aber nicht in eine gezeichnete Comicwelt, sondern jagt die kleinen Monster in seiner unmittelbaren Umgebung. Pokémons tauchen plötzlich im eigenen Zimmer auf. Sie sitzen auf dem Schreibtisch oder auch auf der Bettdecke. Oder sie befinden sich an Orten aus der näheren Umgebung. Pokémon GO verknüpft auf intelligente Weise Spiel und Realität. Auf eine Weise, die es so noch nicht gegeben hat und derzeit die Menschen fasziniert.

Ziel des Spiels ist es, zunächst die kleinen Monster einzufangen. Einmal eingefangen, werden sie gezähmt und ihre Fertigkeiten verbessert. Und dazu müssen die Spieler hinaus in die Realität. Mit dem GPS-Signal des Smartphones durchsucht der Spieler seine nähere Umgebung, auf der Suche nach sogenannten Pokéstops. Markante Punkte in der Umgebung, an denen sich sogenannte Items (zum Beispiel besondere Bälle, die zum Fangen der Wesen notwendig sind) befinden.

Das Spiel basiert auf der Technik der Augmented Reality. Die Spielfiguren werden von der App auf die Bilder der realen Umwelt projiziert. Schaut der Spieler durch die Optik seines Smartphones, wirkt das so, als säßen die kleinen Viecher direkt vor ihm.

Weltweite Faszination - aber nicht ganz ungefährlichPokémon GO - Pokestop

Die Verknüpfung von realer Umwelt und Spiel übt eine Faszination aus, der sich gerade auch jüngere Kinder kaum entziehen können. Geführt vom Kartenmaterial des Handys machen sie sich auf, möglichst schnell Items und Pokémons zu finden. Eltern wissen, wie tief Kinder in eine Spielwelt eintauchen. Das ist auch hier so. Und genau das ist nicht ganz ungefährlich. Denn die in der Umgebung platzierten Gegenstände liegen eben nicht nur in Parks und Grünanlagen, sondern auch mitten in der Stadt. Und diese unkontrollierte Jagd nach virtuellen Tieren in der Nähe von Straßen könnte zu Unfällen führen.

Auf der anderen Seite motiviert Pokémon GO Kinder und Jugendliche dazu, von der Couch aufzustehen und sich an der frischen Luft zu bewegen. Denn um in dem Spiel voranzukommen, genügt es eben nicht, seine Zeit passiv mit dem Smartphone in der Hand zu verbringen. Aktivität an der frischen Luft ist notwendig. Und das ist ja auch was wert.

8 Tipps zum erfolgreichen Start

Pokémon Go hat keine regelrechte Handlung. Es geht in erster Linie darum, möglichst schnell die Monster zu fangen. Und damit das klappt, haben wir für Sie ein paar Tipps zusammengestellt.

1. Das berühmteste Pokémon ist ohne Zweifel Pikachu. Es gefangen zu haben, ist natürlich auch eine Sache des Prestiges und Erfolgs. Und wer gleich zu Beginn des Spieles geduldig ist, kann damit Erfolg haben. Sobald die ersten drei Monster gezeigt werden, sollten diese ignoriert werden. Der Spiele geht einfach weiter. Auch weitere Pokémons werden ignoriert. Erst beim fünften Monster muss dann zugeschlagen werden, denn das ist Pikachu.

2. Die Pokémons haben eine Vorliebe für bestimmte Lebensräume. Deswegen müssen sich die Spieler auch in unterschiedlichen Gegenden bewegen. Wasserpokémon lassen sich nur in der Nähe von Flüssen und Seen finden. Andere leben wiederum nur im Grünen, wieder andere nur in der Stadt. Es lohnt sich also, durchaus auch mal abseitige Wege in der Stadt zu verfolgen, um möglichst vielen Monstern zu begegnen.

3. Die Spieler müssen nicht blind durch die Gegen irren, um Pokémons zu finden. Über die Anzeige am rechten Rand des Bildschirms werden neue Pokémons in Form einer Silhouette angezeigt. Die Fußstapfen daneben zeigen an, wie weit die Monster entfernt sind. Sind keine zu sehen, ist das Pokémon in unmittelbarer Nähe. 1 Fußstapfen bedeutet eine Distanz von 10 bis 25 Metern Entfernung, 2 Fußstapfen entsprechen 25 bis 50 Metern, 3 Fußstapfen 50 bis 100 Meter. Blinkt das weiße Rechteck grün, dann haben Sie die richtige Richtung eingeschlagen.

4. Je mehr Pokémons gefangen werden, umso besser. Denn für jeden Fang erhält der Spieler Erfahrungspunkte und Bonbons. Und genau auf diese kommt es an, damit die Monster weiterentwickelt werden.

5. Mit den Bonbons werden Pokémons weiterentwickelt. Um schneller voranzukommen, ist es besser, sich auf eine Art zu konzentrieren. Dann wird dieses Monster stärker und hat es in der Arena einfacher. Der Versuch, mehrere Arten mit Bonbons weiter zu entwickeln, ist reine Verschwendung.

6. Mit den Münzen im Spiel können jederzeit neue Pokébälle gekauft werden. Die gibt es aber kostenlos an jedem Pokéstop. Lohnender ist eine Investition in Lockmodule, um weitere Monster anzulocken.

7. An einem Pokéstop lassen sich die angebotenen Gegenstände viel schneller aufsammeln, wenn auf das X am unteren Bildschirmrand getippt wird. Alle Items landen dann im Rucksack.

8. Im Spiel sind viele Eier verstreut. Diese werden eingesammelt und sollten unbedingt ausgebrütet werden. Das ist indes durchaus anstrengend. Je größer die Distanz, die mit dem Ei zurückgelegt wird, umso seltener werden die Pokémons.

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