Mit 3D-Brillen in virtuelle Welten eintauchen

Stephan, 21.06.2016

Den Louvre besuchen und durchwandern, ohne sich auch nur einen Meter von der Couch zu entfernen? Virtual Reality (VR) macht das möglich. Unter Computerexperten gilt diese Technologie als eine der Entwicklungen, die derzeit die größten Chancen darauf hat, unser Leben nachhaltig zu verändern. Die virtuelle Realität, die von Computer und Apps gezeichnet wird, ermöglicht das Eintauchen und Erkunden einer künstlichen Welt, die aber für den Betrachter so real ist, als befände er sich direkt darin.

 

Lernen, Spielen, Einkaufen in virtuellen Räumen

Viele aktuelle Projekte und Entwicklungen zeigen bereits heute recht eindrucksvoll, was mit der neuen Technologie möglich ist und noch möglich sein wird. In Australien hat Ebay gerade gemeinsam mit einer Warenhauskette ein virtuelles Kaufhaus gestartet, in dem sich die Besucher die Waren von jedem Ort der Welt ansehen können. Die Artikel werden dann mit einem Blick in den Warenkorb gelegt. Kunden von Saturn können sich an ausgewählten Standorten in ihrer gerade erst geplanten und noch nicht gekauften Einbauküche bewegen, als befände sie sich bereits in den eigenen vier Wänden. Und auch die Automobilindustrie arbeitet mit Hochdruck an VR-Lösungen, damit der Interessent in den Verkaufsräumen schon einmal im Innenraum seines neuen Autos Platz nehmen darf, ohne dass es real dort steht.

Mit VR werden Spieler sich in Räumen bewegen und mit anderen Mitspielern oder vom Computer gesteuerten Charakteren interagieren, als befänden sie sich gemeinsam in einem Raum. Dies wird eine ganz neue Generation von Computer- und Konsolenspielen hervorbringen.

Im Bildungssektor schließlich werden Schüler und Studenten Museen und Ausstellungen besuchen, ohne das Klassenzimmer zu verlassen. Das mag noch wie Science Fiction klingen, ist aber so in weiten Teilen bereits heute möglich.

So kann jeder bereits heute in VR einsteigen

Um sich in digitalen Welten bewegen zu können, müssen die Sinne des Menschen getäuscht werden. Sogenannte Datenbrillen projizieren die Bilder direkt vor die Augen des Nutzers. Damit die Illusion möglichst perfekt wird, sind die Brillen so gestaltet, dass kein Licht von der Seite hereindringen kann. Optional werden dann noch Kopfhörer genutzt, um das Erlebnis mittels Geräuschen zu perfektionieren. Um in die VR-Welt einzusteigen, sind heute kein Super-Computer aus einem Labor und schwere Spezialoptiken notwendig. Mit einem Smartphone, einer speziellen Brille und einigen Apps kann wirklich jeder Nutzer in virtuelle Welten eintauchen.

Für knapp 100 Euro bietet Samsung sein VR-Gear im Handel an. Zusätzlich wird noch ein dazu passendes Smartphone (zum Beispiel S6, S6 edge und S6 edge) benötigt, das dann mit der Brille verbunden wird. Noch preiswerter geht es mit Google Cardboard. Hier kann jedes Smartphone genutzt werden, denn der Bausatz für eine Datenbrille besteht aus preiswerten Teilen zum Selberbauen und zwei Linsen. Der preiswerteste Bausatz aus Karton kostet gerade einmal 20 Euro.

VR-Apps zum Ausprobieren

Im Play Store von Google stehen bereits eine ganze Reihe von App zum Download bereit, mit denen schon einmal in die VR-Welt reingeschnuppert werden kann. +++=PGEgaHJlZj0iaHR0cHM6Ly9wbGF5Lmdvb2dsZS5jb20vc3RvcmUvYXBwcy9kZXRhaWxzP2lkPWNvbS5zaGFraW5nZWFydGhkaWdpdGFsLnZyc2VjYXJkYm9hcmQmYW1wO2hsPWRlJmFtcDttYz1ERVVfTVRTX1NOVF9BUFBfQXJ0aWtlbF8xXzBfNCI+VlJTRTwvYT4==+++ (gratis) gehört zu den schönsten VR-Apps. Sie wurde ausschließlich zu Demonstrationszwecken entwickelt und fesselt die Nutzer mit einer Reihe von Kurzfilmen, die zeigen, was möglich ist. Tolle Bilder voller surrealer Schönheit machen das Anschauen mit der VR-Brille oder dem Cardboard zu einem großen Vergnügen.

+++=PGEgaHJlZj0iaHR0cHM6Ly9wbGF5Lmdvb2dsZS5jb20vc3RvcmUvYXBwcy9kZXRhaWxzP2lkPWNvbS5kcmFzaHZyLnRpdGFuc29mc3BhY2VjYiZhbXA7aGw9ZGUmYW1wO21jPURFVV9NVFNfU05UX0FQUF9BcnRpa2VsXzFfMF8wIj5UaXRhbnMgb2YgU3BhY2U8L2E+=+++ (ebenfalls kostenlos) nimmt den Nutzer mit auf eine Entdeckungstour zu den Planeten unseres Sonnensystems. Das ist nicht nur spannend und verblüffend beim Betrachten der Bilder, sondern auch noch lehrreich. Wer dabei auf den Geschmack kommt und zusätzlich einen Erzähler hören will, kann diesen per In-App-Kauf nachrüsten.

+++=PGEgaHJlZj0iaHR0cHM6Ly9wbGF5Lmdvb2dsZS5jb20vc3RvcmUvYXBwcy9kZXRhaWxzP2lkPWNvbS5nb29nbGUuc2FtcGxlcy5hcHBzLmNhcmRib2FyZGRlbW8mYW1wO2hsPWRlJmFtcDttYz1ERVVfTVRTX1NOVF9BUFBfQXJ0aWtlbF8xXzBfMSI+Q2FyZGJvYXJkPC9hPg===+++ ist die kostenlose Demo-App von Google selbst. Sie dient gleichzeitig als Sammelpunkt für alle anderen bereits installierten und kompatiblen Apps. Im Fokus selbst stehen dabei fast selbstverständlich Google-Anwendungen wie Google Earth. Mit der App durchstreift der Nutzer die Städte im virtuellen Raum. Schade, dass das Bildmaterial noch nicht besonders hoch aufgelöst ist. So flackert die Darstellung gelegentlich noch stark. Auch ein Besuch des Schlosses von Versailles ist damit möglich.

Die +++=PGEgaHJlZj0iaHR0cHM6Ly9wbGF5Lmdvb2dsZS5jb20vc3RvcmUvYXBwcy9kZXRhaWxzP2lkPWNvbS5nb29nbGUudnIuY3ljbG9wcyZhbXA7aGw9ZGUgJmFtcDttYz1ERVVfTVRTX1NOVF9BUFBfQXJ0aWtlbF8xXzBfMiI+Q2FyZGJvYXJkIENhbWVyYTwvYT4==+++ ist für alle kreativen Nutzer gedacht. Hier wird nicht konsumiert, sondern selbst produziert. Mit der App erstellt der Anwender eigene Aufnahmen, die als Grundlage für eigene virtuelle Räume dienen. So werden Erinnerungen aus dem vergangenen Urlaub ganz plastisch. Oder der Nutzer gestattet virtuelle Rundgänge durch den eigenen Garten. Der Kreativität sind fast keine Grenzen gesetzt.

+++=PGEgaHJlZj0iaHR0cHM6Ly9wbGF5Lmdvb2dsZS5jb20vc3RvcmUvYXBwcy9kZXRhaWxzP2lkPWNvbS5aZXJvVHJhbnNmb3JtLlZhbmd1YXJkViZhbXA7aGw9ZGUmYW1wO21jPURFVV9NVFNfU05UX0FQUF9BcnRpa2VsXzFfMF8zIj5WYW5ndWFyZDwvYT4==+++ dagegen ist eine kurze Demoversion eines VR-Spieles. Ein klassischer Weltraum-Shooter, der bereits jetzt zu überzeugen weiß. Den Gegner mit dem Blick fixieren, um mit dem Angriff zu Beginnen. Und los geht's.

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